Lernschule auch für Kinder mit ADS / ADHS

Kinder sind anders, sagt man. Da ist etwas wahres dran, heutzutage sowieso. Kinder erfassen Zusammenhänge schneller. Sie spielen Spiele, die mancher Erwachsener auch nach längerer Eingewöhnungszeit nicht so effektiv und schnell spielen könnte. Das Gehirn unserer Kinder hat sich verändert.

Es kann sich punktuell enorm konzentrieren und ist zu schnellen „neuronalen Schaltreflexen“ fähig. Nicht immer zum Vorteil, wie sich jüngst herausgestellt hat. Denn die Reizüberflutung unserer Tage trainiert die Synapsen des kindlichen Gehirns, überfordert sie aber auch. Die logische Folge ist ein Ausblenden „nicht wichtiger Inhalte“. Das läuft aber dann schief, wenn diese natürliche Filterung „nicht wichtiger Inhalte“ ausgerechnet den Schulstoff betrifft.

Kinder lernen dann schwer oder kaum noch, weil sie bereits „übervoll“ sind. Die Schule stellt sich nicht darauf ein. Das kann und will sie gar nicht. Im Gegenteil, der Druck, immer mehr Inhalt in immer weniger Zeit zu vermitteln, steigt ständig. Dabei werden in der Grundschule immer früher Noten vergeben, oft mit dem Hintergrund, einer frühen Auslese für den weiteren Ausbildungsweg. In meiner Praxis stelle ich mich ganz individuell auf die „Denkweise“ jedes meiner kleinen Patienten ein. Wenn wir unsere Lernschule machen, dann lernen wir „nicht wichtige Inhalte“ aus dem Schulstoff wieder als wichtige Erfahrungen wahr zu nehmen – ja sogar, Spaß daran zu haben, sich damit zu beschäftigen.

Auch Kinder mit ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und ADHS (ADS mit Hyperaktivität) profitieren von der Methode einer individuellen Lernschule und dem Einsatz meiner maßgeschneiderten Entspannungstherapie. Die Therapie basiert im wesentlichen auf dem Konzept des Biofeedback. Das bereits erwähnte Computer-Meßsytem (HRV), das von mir für die Tiefenentspannung benutzt wird, misst vor allem den Zustand des vegetativen Nervensystems. In der Lernschule trainieren wir dann, wie die Aufmerksamkeitsaktivität in den parasympatikotonen Zustand (das kann man im wesentlichen als einen entspannten Zustand beschreiben) verschoben wird. Einen Zustand, den Kinder übrigens beim Spielen üblicherweise ganz von selbst herbeiführen. So wird das kindliche Gehirn ganz natürlich beruhigt und dadurch befähigt, auch wieder „schulische“ Inhalte zu akzeptieren, die sonst „wegen Überflutung“ ausgesperrt werden würden.

Meine Therapie biete ich für Kinder ab der 2. bis zur 10. Klasse an.